Der YouTube Algorithmus

der youtube algorithmus

7 Tricks für besseres Ranking

Es ist kein Geheimnis, dass der YouTube Algorithmus einen großen Teil der eigenen Aufrufzahlen ausmacht, wenn nicht sogar den größten, und somit auch das Kanalwachstum beeinflusst. Schließlich müssen die eigenen Videos auch erst einmal an andere Zuschauer weiterempfohlen werden und da kommt man um den Algorithmus nicht herum. Aber wie funktioniert er eigentlich, kann man ihn beeinflussen und was gibt es sonst noch so zu beachten, um gut gerankt zu werden?

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass es keine Erfolgsgarantie gibt. Denn damit die Umsetzung später zu einem guten Ergebnis kommen kann, muss es auch erst einmal ein Thema geben, dass auch wirklich relevant ist. Ist es das nämlich nicht, bringt auch die beste Optimierung für den YouTube Algorithmus fast gar nichts. Wer also erfolgreich sein will, muss sich auch an aktuellen Trends orientieren oder einer vielversprechenden Nische finden.

>> Beitrag: Wie wird man YouTube Partner?

Welche Faktoren fließen bei dem Ranking der Videos mit ein?

Während sehr viele Faktoren wichtig sind und der Algorithmus auch regelmäßig verändert wird, haben sich die folgenden Optimierungsmöglichkeiten als besonders effizient und zuverlässig erwiesen:

  • Aufrufzahl: Ein gut aufgerufenes Video wird auch potenziell mehr Nutzern empfohlen, doch diese Zahl ist grundsätzlich gar nicht so wichtig im Vergleich zu anderen Faktoren, weil sie primär das Resultat der Optimierung ist
  • Wiedergabezeit: Wie viel der Zuschauer durchschnittlich vom Video angesehen hat, umso mehr, umso besser ist es für das Ranking
  • Klickrate: Wie viel von 100 Prozent nach dem Erscheinen des Videos in vorgeschlagenen Inhalten, dieses auch wirklich angeklickt haben
  • Upload-Frequenz: Umso öfter auf dem Kanal Inhalte hochgeladen werden, umso besser sind meist auch die Aufrufzahlen der einzelnen Videos
  • Klickursprung: Woher die Aufrufe kommen, dabei kann es sich um vorgeschlagene Videos, Playlists, die Suchfunktion, die Kanalseite und einige andere Quellen handeln

Zusätzlich dazu fließen noch Informationen über den einzelnen Zuschauer ein, die es YouTube einfacher machen die Videos an Nutzer mit gleichen Interessen zu empfehlen:

  • Herkunft des Nutzers
  • Zuvor angesehene Videos
  • Bereits angesehene Videos des Zuschauers auf dem eigenen Kanal
  • Bereits angesehene Videos des Zuschauers über das Thema

Durch die vielen Wege ist es YouTube möglich wirklich zuverlässig zu ermitteln, ob das Video gut ankommt oder nicht. Es ist also nicht mehr so einfach, dass man einfach viele Klicks sammelt von Zuschauern, die durch Clickbait angeworben worden sind. Stattdessen kommt es viel mehr auf andere Sachen an. Die Wiedergabezeit dürfte dabei eine der wichtigsten Faktoren sein, weil sie wirklich zeigt, ob das Interesse des Nutzers gereicht hat, sich das ganze oder nur ein gutes Stück des Videos anzuschauen.

1. Die erste Zeit nach dem Upload kann am wichtigsten sein

Die meisten Videos sammeln innerhalb der ersten Stunden bereits die Aufrufzahl, die sich mit der Zeit nur noch leicht verändern wird. Das sind dann auch die Videos, die vom Algorithmus nur leicht an neue Zuschauer empfohlen werden, weil sie eine ganz normale Performance erbracht haben, wie im Durchschnitt auch jedes andere Video. Gerade bei Gaming-Kanälen zum Beispiel ist es ganz normal, dass jedes Video etwa ähnlich viele Aufrufe macht und man nur langsam über längere Zeiträume diese Zahlen wirklich steigern kann.

Wenn ein Video allerdings innerhalb der ersten zwei bis zehn Stunden weitaus bessere Werte als der Durchschnitt erreicht und zum Beispiel länger angeschaut oder eben öfter von Nutzern angeklickt wird, nimmt YouTube sich dieses Video und verbreitet es durch den Algorithmus automatisch an noch mehr Menschen. Denn für YouTube ist das Wachstum dieser Zahlen ein Zeichen dafür, dass das Video auch potenziell anderen Zuschauern gut gefallen könnte. Helfen kann natürlich auch die richtige Zeit für den Upload zu finden.

2. Sorge dafür, dass die Wiedergabezeit deiner Videos steigt

Da die Watchtime einer der wichtigsten Faktoren ist, sollte man versuchen diese anzuheben. Das klingt anfänglich natürlich nicht so einfach, ist aber in der Praxis durch geschickt gestaltete Videos durchaus möglich. Das impliziert jedoch auch, dass man versuchen sollte auf zu viel Clickbait zu verzichten. Denn ein Zuschauer, der direkt weiß, was er bekommt und dann auch bleibt, bringt wesentlich mehr als ein schneller Aufruf von einem eigentlich gar nicht interessierten Nutzer.

Wichtig ist hier auch anzumerken, dass es nicht darauf ankommt, ob der Nutzer das Ende des Videos schaut oder nicht, sondern hier wirklich die Zeit entscheidend ist. Ein Gewinnspiel, das am Ende aufgelöst wird, animiert dazu die Skip-Funktion zu nutzen. Wer aber von Minute eins zu zehn springt, hat am Ende natürlich nicht das ganze Video gesehen. Und das erkennt auch YouTube. Stattdessen könnten aber kurze Einblendungen von Gutscheincodes oder etwas ähnlichem die Zuschauer dazu bringen, wirklich alles zu schauen.

Am besten sind aber nach wie vor interessant gestaltete Inhalte, die den Nutzer dazu bringen auch das ganze Video anschauen zu wollen.

3. Versuche deine Videos möglichst lang zu gestalten

Längere Videos werden von YouTube oft besser im Ranking behandelt. Es hat schließlich auch einen Grund, warum Videos erst ab 8 Minuten Laufzeit Midroll-Ads zur Verfügung gestellt werden. Denn es geht YouTube nicht nur darum, dass die Benutzer bei kürzeren Videos nicht unterbrochen werden, sondern viel mehr, dass Creators von Natur aus bereits längere Videos produzieren, da diese den Zuschauer mehr Zeit auf der Plattform verbringen lassen.

Das bedeutet aber, wie in Punkt 2 erwähnt, nicht, dass längere Videos automatisch besser ankommen. Es kann auch durchaus sein, dass ein kurzes Video manchmal besser ist und von YouTube dann auch häufiger ausgespielt wird. In der Regel verhalten sich gut gestaltete, lange Videos aber besser im Ranking und spielen zusätzlich mehr Geld ein, wenn sie monetarisiert sind.

4. Thumbnail, Titel und Beschreibung

Oftmals investieren Videoersteller eine Menge Zeit ins Video, lassen sich dann aber kaum noch Zeit zur Überlegung eines passenden Thumbnails und eines relevanten Titels.

Das sind jedoch zwei sehr wichtige Faktoren, bei denen man sich auch unbedingt Mühe geben und seiner Kreativität freien Lauf lassen sollte. Der Titel sollte dabei auch das Schlüsselwort des Trends oder der Nische beinhalten, jedoch trotzdem ansprechend sein und kein Clickbait, damit YouTube das Video automatisch direkt zuordnen kann. Zusätzlich sollte auch das Thumbnail ansprechend sein, damit die Klickrate entsprechend hoch ist.

Auch die Videobeschreibung sollte genutzt werden, um das Video noch einmal kurz zu beschreiben oder zusammenzufassen. Dabei sollte man ebenfalls darauf achten gegebenenfalls auch das Schlüsselwort nochmals einzubauen. Das bedeutet allerdings nicht die Beschreibung voll mit Schlagwörtern zu packen, denn das ist eigentlich sogar verboten. Dafür sollte man die Schlagwort-Funktion nutzen, auch wenn diese keinen großen Mehrwert zu haben scheint.

5. Finde Wege, dass die Zuschauer deine Videos teilen

Immer wieder fiel auch auf, dass Shares dafür sorgen, dass YouTube Videos potenziell eher an andere Nutzer empfiehlt. Wenn also ein Zuschauer das Video gut fand und mit seinen Freunden teilt in einem sozialen Netzwerk, kann das auch für bessere Ranking-Chancen sorgen. Wenn Videos auf einer Internetseite eingebettet werden, gelten Aufrufe von dieser als gleichwertige Aufrufe zu denen, die auf der YouTube-Seite selbst entstehen.

Dabei ist es aber immer noch wichtig darauf zu achten, dass die Wiedergabezeit dann nicht wieder sehr kurz ist, weil der Nutzer von der Internetseite nicht genug vom Video geschaut hat. Trotzdem ist es aber nie schlecht, wenn zum Beispiel Blogs, die das Video gut fanden, dieses auch bei sich verlinken oder einbinden. Denn am Ende des Tages bedeutet das neue Zuschauer, die vielleicht dann sogar noch mehr Videos schauen.

Auch Aufrufe wie „Teilt das Video“ können dabei helfen mehr Shares zu bekommen. Natürlich kann es aber auch passieren, dass dies von den Nutzern als negativ empfunden wird, wenn es zu oft vorkommt. Wer also explizit nach etwas fragt, sollte damit generell nie übertreiben. Ob es dabei um Likes, Abonnenten oder eben Shares geht, ist dabei nebensächlich.

6. Biete Nutzern Wege das Video für sie angenehmer zu gestalten

Angenommen ein Video behandelt eine Menge Themen und ist lang geworden, so wird der Zuschauer vielleicht bereits nach wenigen Sekunden wieder abschalten, weil er es als Durcheinander empfindet. YouTube bietet durch die Zeitmarkierungen aber eine Option die Nutzer direkt vorspringen zu lassen auf die für sie relevante Stelle. Seit kurzer Zeit wird sogar genau markiert, ab wann welcher Zeitabschnitt beginnt, wenn man diese in der Videobeschreibung aufgelistet hat.

Anstatt nun also zu riskieren, dass der Nutzer nur eine Minute schaut, dann wieder abschaltet und die Verweildauer etwas nach unten treibt, ist es besser, wenn man solche Abschnitte erstellt und eine angenehme Möglichkeit damit schafft. Zusätzlich gewinnt man damit weitaus mehr Fans, da diese direkt sehen, dass das Video freundlich gehalten ist und auf den ersten Blick nicht so aussieht, als ob nur gewollt wäre, dass man solange es geht zuschaut.

7. Rege deine Zuschauer dazu an Kommentare zu verfassen

Aufforderungen wie „Schreib doch mal einen Kommentar“ sind nicht sonderlich beliebt bei einigen Zuschauern und regen die wenigstens dazu an wirklich etwas zu schreiben. Besser ist es hingehen, wenn man das Video so interessant und informativ gestaltet, dass die Nutzer selbst den Willen haben etwas dazu zu sagen. Auch das Fragen nach eigenen Erfahrungen der Zuschauer ist grundsätzlich nicht verkehrt, solange es nicht zu aufdringlich ist.

Fazit

Auch wenn die vielen Faktoren, Möglichkeiten und Verbesserungen anfänglich etwas viel wirken, ist es doch relativ einfach, sobald man es einmal verstanden und angewendet hat. Besonders wichtig ist es dabei, dass man auf jedes noch so kleine Detail achtet und das fängt eben schon bei dem Namen der Datei, die man hochladen will, an. Trotzdem sollte man nie den Fokus auf die eigentliche Sache verlieren, nämlich die Erstellung der Videos. Denn die Optimierung des YouTube-Rankings kann auch noch so wichtig sein, am Ende sehen die Zuschauer immer noch das Video und nicht, wie viele potenzielle Schlagwörter eingebaut worden sind oder wie viele Tipps man beachtet hat.