YouTube Monetarisierung

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Die YouTube Monetarisierung ist der Weg die eigenen Videos mit Werbung zu versehen und damit Geld zu machen. Wer sich mit YouTube ein Nebeneinkommen aufbauen möchte oder gar Vollzeit-YouTuber werden will, wird auf die Monetarisierung kaum verzichten können. Aber wie funktioniert sie und ab wann lohnt es sich wirklich?

Um überhaupt Werbung auf den eigenen Videos schalten zu dürfen, muss man sich erst beim YouTube Partnerprogramm bewerben. Wie das funktioniert, ist in unserem Artikel wie du YouTube Partner in 2021 wirst noch einmal nachzulesen. Mit diesem Schritt will Google dafür sorgen, dass nur auf geeigneten Videos Werbung ausgespielt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass man als YouTube Partner auf jedem Video Anzeigen schalten kann.

Wie viel kann man mit YouTube verdienen?

Die Einnahmen durch YouTube sind sehr unterschiedlich. Als erfolgreicher und viel-aufgerufener YouTuber ist es so möglich eine hohe CPM zu erhalten. Die CPM beschreibt dabei den Betrag, den man pro tausend Aufrufe als Vergütung erhält, diese ist jedoch bei jedem Video anders. Die Spanne hierbei kann von 50 Cent bis 22 Euro gehen. Realistisch ist, gerade bei kleineren Influencern, ein Euro oder weniger. Auch gut zu wissen ist, dass nur ein Viertel bis die Hälfte der Zuschauer überhaupt Werbung angezeigt bekommen.

Dabei muss man dann nochmal beachten, dass sich YouTube 55% des Umsatzes der geschalteten Werbungen selbst abzieht, wovon dann 45% für den Creator bleiben. Die angezeigte CPM im YouTube Studio ist davon nicht bereinigt. Der Betrag, der später bei AdSense erscheint richtet sich nach RPM und dem errechneten Monatseinkommen des Kanals.

Welche Rolle spielt AdSense konkret dabei?

Um das Geld später auf das eigene Konto überweisen zu können, braucht man einen Account bei AdSense. Dieser muss mit YouTube verknüpft sein und kann dann dafür genutzt werden das Geld auf eine Bank zu überweisen. Statistiken über den eigenen Kanal kann man sich allerdings nicht bei AdSense anschauen, da diese vollkommen ins YouTube Studio umgezogen sind.

google adsense screenshot monetarisierung
Screenshot von Google Adsense

Im YouTube Studio finden sich zudem alle anderen Details zu den eigenen Videos und dem Geld, das durch diese eingespielt worden ist. Unter anderem eben auch die RPM. Diese beschreibt, wie viel wirklich durch die Klicks eingenommen worden ist abzüglich der Beteiligung von YouTube selbst und inklusive der Aufrufe, die keine Einnahmen eingespielt haben. Deshalb ist dieser Wert meist viel kleiner als die CPM, liegt dafür aber näher an der Realität.

Welche Arten von Anzeigen können auf YouTube geschaltet werden?

Durch unterschiedliche Werbeanzeigenformate bekommen Zuschauer Anzeigen ausgeliefert. Sehr bekannt sind dabei zum Beispiel die überspringbaren Anzeigen oder die Mid Roll-Ads. Es gibt aber auch Formate wie Displayanzeigen am Rand, Overlay-Anzeigen auf dem Video, Bumper-Anzeigen oder die nicht überspringbaren Werbungen. Am meisten Geld generieren dabei meistens Mid Roll-Werbungen und sowohl überspringbare, als auch nicht überspringbare Anzeigen.

Mid Roll-Anzeigen sind dabei Werbeclips, die nicht vor oder nach dem Video angezeigt werden, sondern innerhalb des Videos. Sie unterbrechen also das Video. Der Unterschied zu anderen ist, dass sie mehrfach geschaltet werden können während eines Videos. Damit man sie nutzen kann, muss das Video aber mindestens 8 Minuten lang sein.

Was ist Demonetarisierung?

youtube demonetarisierung png

Verschiedene Videos können auch demonetarisiert werden, weil sie für Werbepartner eventuell ungeeignet sind. Das kann am Video-Inhalt, dem Titel, dem Thumbnail oder einem genutzten Song liegen. In vielen Fällen sind diese Demonetarisierungen ungerechtfertigt und können durch eine eingereichte Überprüfung behoben werden, da sie automatisiert vorgenommen wurden. Bei einem Copyright-Verstoß kann die betreffende Szene durch andere Musik ersetzt werden aus der Audio Library, dabei geht dann jedoch auch die Stimme in diesem Abschnitt verloren. Deshalb ist es am besten direkt nur nicht lizenzierte Musik zu verwenden.

Was kann die eigene CPM/RPM und somit die Einnahmen steigern?

Um höhere Gewinne erzielen zu können, sollte man das Video interessant gestalten. Denn umso länger der Zuschauer das Video anschaut, umso mehr Anzeigen wird er auch potenziell sehen. Gerade bei Videos über 8 Minuten, auf denen Mid Roll-Ads geschaltet werden, ist es möglich eine weitaus höhere CPM zu erreichen. Zudem wird der YouTube-Algorithmus gut laufende Videos, die auch YouTube selbst Geld einbringen, an mehr potenzielle Zuschauer empfehlen. Was außerdem stark helfen kann, ist die richtige Uploadzeit für dein YouTube Video zu finden.

Wichtig ist es dabei jedoch auch fair und verhältnismäßig zu bleiben. Denn zu viele Anzeigen können sich auf Langzeit auch als extrem negativ erweisen. Denn Zuschauer, die zu viele Werbungen sehen, werden das Video vielleicht abbrechen oder den Kanal direkt deabonnieren. Deshalb muss man eine gesunde Mischung aus Video und kurzen Werbeunterbrechungen finden. Dabei können auch andere Einnahmequellen helfen.

Welche anderen Wege gibt es Geld mit Videos zu verdienen, ohne YouTube Partnerschaft?

Neben Plattformen wie Patreon, auf denen Zuschauer Video-Ersteller aus eigener Tasche mit Geld unterstützen können monatlich, gibt es auch Wege, die niemanden mehr kosten. Einer davon ist beispielsweise die Nutzung von Affiliate-Links. Das sind Werbelinks, die auf Online-Shops führen und bei einem Einkauf dem Besitzer des Kanals einen kleinen Anteil davon abgeben. Für den Zuschauer entstehen hierbei jedoch keine Mehrkosten.

Doch nicht nur das ist eine Möglichkeit mehr Geld zu verdienen. Auch mit Kooperationen oder Produktplatzierungen lassen sich weitere Einnahmen generieren. Gerade bei Nischen kann so etwas gut in den Inhalt integriert werden. Alternativ dazu, wenn die Reichweite schon etwas größer ist, kann sich auch ein eigener Fanshop lohnen, bei dem man Produkte mit dem Namen des Kanals oder Symbolen und Texten verkauft.

Aber auch hier sollte man nicht sein eigenes Gesicht verlieren, indem man es übertreibt. Oftmals sind wenige, aber gezielte Kooperationen und Placements der Schlüssel zu besseren Werbepartnern und langen Zusammenarbeiten, die am Ende auch einen besseren Effekt haben. Manchmal mag das weniger Geld einbringen, ist aber die Tür zu neuen Möglichkeiten, die man sonst nicht bekommen würde.

Wenn man sich für eine Produktplatzierung entscheidet, sollte man nicht vergessen im Video währenddessen „Werbung“ einzufügen und die entsprechende Option auch bei YouTube nochmals anzukreuzen beim Hochladen. Ebenfalls sollte man bei Affiliate-Links das bekannte Sternchen (*) hinter dem Link setzen und auch darunter erklären, was ein Affilate-Link eigentlich ist.

Die rechtliche Situation sieht es nämlich vor stets zu kennzeichnen, wenn eine Gewinnerzielungsabsicht besteht durch beispielsweise Werbung. Denn dem Zuschauer soll nicht suggeriert werden, dass es sich um eine hundertprozentige, objektive Bewertung handelt. Auch wenn das nicht bedeutet, dass man nicht trotzdem fair und transparent bleiben sollte gegenüber den Zuschauern, die am Ende des Tages für einen großen Teil des Umsatzes durch die YouTube-Anzeigen verantwortlich sind.

Worauf man immer achten sollte, wenn man Geld damit verdient

Am besten ist es auch nach der Monetarisierung durch YouTube das zu machen, was man vorher schon machte und was auch Spaß bringt. Wer sich zu sehr von den Einnahmen durch Werbeanzeigen und Werbedeals beeinflussen lässt, wird spätestens in Monaten wie Januar oder Februar jedes Jahr einen starken Sturz bemerken, da diese hier sehr viel knapper ausfallen. Auch dauert es lange Zeit, bis wirklich etwas dabei herumkommt und auch das kann schnell wieder vorbei sein. Das gesunde Maß ist sowohl für Zuschauer, als auch Creator die beste Möglichkeit Geld mit YouTube zu verdienen.