YouTube Thumbnails gestalten

Für erfolgreiche Videos auf dem eigenen YouTube-Kanal ist einer der wichtigsten Faktoren die Erstellung der Thumbnails, auch Vorschaubilder genannt, mit denen jedes Video ausgestattet wird. Denn sind diese nicht ansprechend genug, klicken weniger Zuschauer das Video an. Aber wie designt man ansprechende Thumbnails, die für bessere Aufrufzahlen sorgen und den eigenen Kanal gut repräsentieren können?

Richtige Vorgaben von YouTube selbst gibt es zum Thema Thumbnails keine. Trotzdem wird, wenn ein Video in den ersten Tagen nicht so gut ankommt, dazu geraten eventuell das Bild umzuändern. Da aber auch die ersten Tage bereits eine wichtige Rolle fürs spätere Ranking spielen, sollte man am besten bereits vorher schon ein ansprechendes Thumbnail erstellt und hinzugefügt haben. Einige Tipps können dabei helfen:

1. Achte auf die richtigen Größenverhältnisse

Damit das Thumbnail überhaupt genutzt werden kann, müssen bereits im Editierungsprogramm einige Einstellungen vorgenommen werden. Dazu gehören unter anderem folgende Punkte:

  • Eine gute Qualität verwenden, am besten 1.280 x 720 Pixel oder mehr
  • Das Seitenverhältnis 16:9 einstellen, damit YouTube das Vorschaubild auch richtig anzeigen kann
  • Ein unterstütztes Dateiformat wie JPG, PNG, GIF oder BMP benutzen

Sobald man sich darum gekümmert hat, kann man auch schon anfangen das Thumbnail zu gestalten.

2. Hebe dich von anderen YouTubern ab

Sehr wichtig ist es bei der Erstellung des Thumbnails auch darauf zu achten, dass man nicht zu ähnliche Vorschaubilder wie die Konkurrenz erstellt. Oftmals sind Unterschiede zu anderen Creators, die die gleichen Themen behandeln, der entscheidende Faktor für Zuschauer, eher das andere Video anzuklicken.

Denn wenn es ein Video gibt von einem größeren und bekannteren YouTuber, das einen ähnlichen Eindruck macht, wird dieses eher angeklickt. Damit man also auch eine Chance hat sich gegen die Konzepte von anderen durchzusetzen, sollte man auf keinen Fall den Fehler machen und sich zu sehr den Anderen anpassen. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn man sich die Gestaltung der Vorschaubilder von anderen Kanälen der eigenen Branche ab und zu anschaut und dabei darauf achtet, welche Thumbnails dort gut ankommen. Zwar sollte man diese nicht nachmachen, aber trotzdem können sie dabei helfen herauszufinden, was man für den eigenen Stil will und was eher nicht.

3. Nutze das richtige Programm

Auch wichtig ist die Nutzung eines richtigen Programms. Einfach ein Foto mit der Handykamera zu schießen und dieses als Thumbnail zu verwenden, wird in den meisten Fällen nicht ausreichen um die eigenen Zuschauer und auch neue dazu zu bringen das Video anzuklicken. Mit kostenlosen Programmen oder Apps wie zum Beispiel Adobe Spark, PicsArt, GIMP oder andere Tools können wesentlich schönere Ergebnisse erzielt werden, wenn man sich für sie entscheidet.

Wer bereits etwas länger dabei ist und mit seinen Videos auch Geld verdient, kann auch auf kostenpflichtige Alternativen umsteigen wie Photoshop. Mit Bearbeitungsprogrammen wie diesen ist nochmal einiges mehr bei der Thumbnail-Gestaltung machbar. Auch finden sich meistens einige Tutorials im Netz, wie man die Programme optimal bedienen kann.

Allerdings sollte man auch hier wieder darauf achten, dass man sich nicht zu sehr inspirieren lässt. Adobe Spark bietet zum Beispiel eine Menge Vorlagen, die man nutzen kann. Das mag für den Anfang zwar praktisch sein, auf Langzeit sollte man sich jedoch eigene Templates zurechtstellen, auf die man dann zurückgreifen kann.

4. Versuche eine Struktur auf deinem Kanal herzustellen

Gerade wenn man sich eigene Templates erstellt, auf deren Grundlage man auch die nachfolgenden Thumbnails aufbaut, erhält man bei den Zuschauern einen großen Wiedererkennungswert. Durch diesen kommen Fans dann auch schneller wieder zurück auf den Kanal, wenn sie ein weiteres Vorschaubild in ähnlicher Form zu einem Thema sehen, dass sie vielleicht auch interessieren könnte. Strukturelemente können zum Beispiel die Schriftarten, die genutzten Farben und die Bildstruktur sein.

Zudem sorgt man damit für eine gute Struktur auf dem Kanal. Wenn nämlich jemand die Kanalseite ansieht, kann er die Videos so schneller zuordnen und wird mit großer Sicherheit auch mehr Videos anschauen, als wenn jedes Thumbnail mit einer anderen Struktur gestaltet ist. Das bedeutet auch, dass es sich lohnen kann die alten Thumbnails ebenfalls anzupassen, auch wenn die Videos dahinter bereits einige Zeit alt sind.

5. Verwende ausdrucksstarke Titel

Auch wichtig ist oftmals der Text auf dem Thumbnail. Zwar gibt es auch den Videotitel, der ebenfalls eine große Rolle spielt, jedoch ist man auf dem Vorschaubild dabei nochmal um einiges freier. Hier sollte man vor allem darauf achten die Schrift möglichst groß darzustellen und mit ein paar kurzen Worten einen anziehenden, aber zum Video passenden Spruch zu erfinden. Diesen kann man dann auch noch mit Effekten verschönern, wie zum Beispiel Rändern oder einem Schatten.

Auf viele Worte oder einen nur klein angezeigten Text sollte man allerdings verzichten, da dieser oftmals auf mobilen Endgeräten, die auf YouTube eine immer wichtigere Rolle spielen, fast nicht zu sehen ist und somit auch keinen guten Eindruck macht.

6. Weniger ist oftmals mehr

Anstatt sehr viele Elemente für das Thumbnail zu nutzen, ist es besser sich kurz zu halten und dafür überzeugender zu sein. Der Fokus sollte dabei am besten sichtbar auf das Thema gelegt werden und direkt deutlich machen, worum es geht. Wie genau das am Ende aussieht, ist stark von der Zielgruppe und deren Interessen abhängig. Manchmal können zum Beispiel rote Pfeile höhere Aufrufzahlen hervorrufen, oder aber eben für das Gegenteil sorgen.

Teilweise kann ein sehr schlichtes, einfaches Bild ein Thema sogar viel besser repräsentieren als alles andere. Hier ist immer die eigene Kreativität und das Interesse der Zielgruppe der entscheidende Faktor. Etwas testen schadet also nie, sondern ist in fast allen Fällen der Weg zu den perfekten Thumbnails.

7. Den Inhalt des Videos nicht aus dem Blick verlieren

Manchmal mag es verlockend sein das Thumbnail interessanter zu gestalten, indem man andere Elemente, die gar nicht im Video vorkommen, nutzt. Dabei sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht ins Clickbaiting abrutscht, da dieses nicht nur von YouTube selbst ungern gesehen ist, sondern auch die Zuschauer demotiviert die Videos anzuschauen. Clickbait mag für einzelne Videos hilfreich sein, kann dafür aber wiederum andere negativ beeinflussen und die Zuschauer das Interesse verlieren lassen, weil nie das vorkam, was angekündigt wurde in der Vorschau.

Das Wichtigste bei Thumbnails ist am Ende des Tages, dass sie sich von denen anderer YouTuber unterscheiden und eine kreative Einheit auf dem eigenen Kanal bilden. Auch wenn die Tipps helfen können, gibt es trotzdem keine festen Regeln. Am besten ist es daher sich auszuprobieren und zu schauen, was bei den Fans am besten ankommt.